Rumpf ist Trumpf!

Rückenschmerzen sind in den Industrienationen mittlerweile zu einem Massenphänomen geworden und kaum jemand bleibt von ihnen verschont. Mit dem richtigen Bewegungsprogramm zur Stärkung des Rumpfes kann rechtzeitig gegengesteuert werden.

Was versteht man unter dem Begriff Rumpf?

Insgesamt handelt es sich beim Rumpf um diejenigen Muskeln, die Ihren Rumpf-Bauch-Bereich mit dem Schultergürtel einerseits und der Beckenregion andererseits verbinden. Hierzu gehören die schrägen, geraden und quer verlaufenden Bauchmuskeln, die Rückenmuskulatur sowie Teile der Gesäßmuskulatur, die hintere Oberschenkelmuskulatur und die Hüftrotatoren.

Das zentrale „Organ“ ist die Wirbelsäule mit den umliegenden Muskeln. Sie muss zum einen beweglich genug sein, um sich auf die unterschiedlichsten Situationen und Bewegungen einzustellen, dabei aber auch stabil genug, um den Körper zu stützen und Kräfte der Extremitäten effizient zu übertragen.

Wie kann sinnvolles Krafttraining für den Rumpf aussehen und wie kann es Erkrankungen vorbeugen?

Da sämtliche Bewegungen im Alltag und im Sport drei-dimensional sind, ist die aus dem Fitnessstudio bekannte Konzentration auf die isolierten Streck- und Beugebewegungen (zwei-dimensional) realitätsfern. Isoliertes Muskeltraining sollte nur in bestimmten Situationen- z.B. nach Verletzungen- in Betracht gezogen werden.
Wenn wir nun aber von sinnvollem Rumpfkrafttraining in gesundem Zustand sprechen, dann gilt hier eindeutig die Aussage des griechischen Philosophen Aristoteles:

„Das Ganze ist mehr als die Summe aller Teile.“

Wenn Sie nur ihre Muskeln trainieren, erreichen Sie auch nur eine unvollständige Weiterentwicklung ihrer Bewegung. Trainieren Sie jedoch die Bewegung werden sich die Muskeln entsprechend mitentwickeln. Nötig ist also ein Training, bei dem die Wirbelsäule stabil gehalten wird, während um sie herum Bewegungen der Arme und Beine stattfinden.
Die Bereiche, in denen das Rumpfkrafttraining angewendet wird, reichen von der Rehabilitation bis hin zum Training im Leistungssport, wobei die Unterschiede weniger in der Übungsauswahl als vielmehr in der Übungsintensität liegen.

Die Übungen werden dabei mit dem eigenen Körpergewicht, mit Zusatzlasten oder mit einigen Zusatzgeräten durchgeführt. Zu den wichtigsten Hilfsmitteln gehören:

  • Medizinbälle
  • Gymnastikbälle
  • Seilzug
  • Zusatzgewichte (z.B. KettleBell, Aquabag,…)

Das Ziel bleibt dabei immer, die Rumpfmuskulatur zu kräftigen und zu stabilisieren.

Tipps für Ihr Rumpf-Training

  • Übungen zur Rumpfkraftsteigerung sollten Sie als eigenständige Einheit einplanen
  • Ermüden Sie Ihre Rumpfmuskulatur nicht vor dem Krafttraining
  • Stabilitäts- und Gleichgewichtsübungen zur Verletzungsprophylaxe
  • Suchen Sie sich einige wenige Übungen aus einem Portfolio aus, und wenden Sie diese konsequent an
  • Qualität vor Quantität
  • Um Fehlbelastungen zu vermeiden ist ein professionelles Coaching bzw. unterstütztes Training empfehlenswert

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