Plötzlich blüht der Hanf!

Wer Cannabis (=Hanf) hört, denkt meist zuerst ans „Kiffen“ und an eine Einstiegsdroge.

Hanf - vom Rausch- zum Arzneimittel

Schon seit Jahrtausenden wird Hanf in der traditionellen chinesischen Medizin, im alten Ägypten und der indischen Ayurveda-Heilkunde als Schmerz- und Heilmittel eingesetzt, auch Hildegard von Bingen schwörte auf die heilende Wirkung von einer der ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Erde. Die berauschende Wirkung von Cannabis wurde jedoch erst lange nach dem medizinischen Gebrauch entdeckt. 

Die Cannabispflanze enthält über hundert identifizierte Inhaltsstoffe, die sogenannten Cannabioide. Für die Medizin stehen zwei dieser Stoffe im Fokus.

Das Tetrahydrocannabionol, kurz THC und das Cannabidiol genannt CBD. Während das THC, als psychoaktive Substanz gehandelt wird und inhaliert zum Rauschzustand führt, hat CBD keine berauschende oder bewusstseinsverändernde Wirkung und wird als Nahrungsergänzungsmittel frei verkauft. Cannabidiol gilt als schmerzlindernd, angstlösend, entzündungshemmend und antipsychotisch. Es wird häufig bei Problemen mit dem Bewegungsapparat und der Muskulatur, sowie bei rheumatischen Beschwerden und Migräne eingesetzt.

Verboten oder legal?

In Österreich darf Marihuana, wie die getrockneten Blatt-, Blüten-und Stängelteilen der Hanfpflanze bezeichnet werden, im Gegensatz zu anderen Ländern noch nicht ärztlich verordnet werden. Das liegt daran, dass der Gehalt an THC stark schwanken kann und die Wirkung deshalb nur schwer einzuschätzen ist. Im Moment dürfen lediglich Medikamente, welche aus Hanf extrahiertes oder vollsynthetisiertes TCH und/oder CBD enthalten auf Rezept verordnet werden. Zudem besitzt nur die AGES in Österreich das Monopol medizinisches Cannabis anzubauen und an befugte Abnehmer, wie zB Pharmaunternehmen weiter zu geben.

 

Hanf – heimisches Superfood

Aber nicht nur in der Medizin erlebt der Hanf sein Revival. Auch in der gesunden Ernährung macht er immer mehr von sich reden, da er eine hohe Nährstoffdichte aufzuweisen hat und so zu Recht als heimisches Superfood betitelt wird. Die bei uns zum Anbau zugelassene Hanfnutzpflanze enthält kaum THC. Man muss beim Konsum von daraus erstellten Produkten also keine berauschende Wirkung oder mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen fürchten. Hanf eignet sich bestens um den Körper mit wertvollen Proteinen, B-Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren zu versorgen. Ob als Hanföl, Hanfmilch, Tee, Knabberbeilage, Mehl oder als Bestandteil von Müsli - Hanf ist vielseitig einsetzbar und bringt gesunde Abwechslung in unseren Speiseplan.

Buchweizen-Hanf-Riegel

Zutaten für ca. 20 Riegel:

30 g Chiasamen

50 g Kakao-Nibs (gehackte Kakaobohnen)

50 g Hanfsamen

190 g Buchweizen

150 g geröstete, gesalzene Pistazien

50 g getrocknete Gojibeeren

100 g Mandelstifte

250 g Erdnussbutter

250 g Honig

100 g brauner Rohrzucker

Chiasamen, Kakao-Nibs, Hanfsamen, Buchweizen, Pistazien, Beeren und Mandeln mischen.

Erdnussbutter, Honig und Rohrzucker unter Rühren erhitzen. Vom Herd nehmen, Samen-Nuss-Mix unterrühren.

Mix in eine gefettete Form (28,5x23 cm) drücken.

Ca. 30 Min. kühlen, dann in Riegel schneiden und aus der Form lösen.

Zubereitung: 20 Min., Kühlen: 30 Min., Pro Riegel ca. 295kcal, E: 9g, F: 12g, KH: 25g

 

Erfahren Sie mehr über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Hanf/legalem Cannabis und warum Marihuana in Wirklichkeit verboten wurde.

Vortrag: Do 31.01.2019 um 19.00 Uhr

Referentinnen: Karin Huber & Madeleine Lehner | Urkornstüberl by Pure Living

Eintritt: EUR 5,00 p.P.

Anmeldung erforderlich: 07755/6801 | revital@revital-aspach.at

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