Kräuter: Pflanzen mit besonderer Wirkung

Kräuter dienen uns nicht nur als Genuss- sondern auch als Heilmittel und das schon seit der Frühzeit. So kostbar Kräuter und Gewürze im Mittelalter noch waren – sie wurden sogar als Zahlungsmittel verwendet – so unbedeutend und vergessen scheinen Sie heutzutage geworden zu sein. Wir haben auf die große Macht und Wirkung vergessen, die Kräuter auf unseren Genuss und unser Wohlbefinden ausüben.

Die Wiege der Gewürze liegt in Mexiko, dort vor allem auf Grund des überaus beliebten Chilis, und in Indien mit seinen speziellen Geschmäckern von Kardamom und Anis.

Gewürze in der ausgewogenen Ernährung

Nicht nur, dass Kräuter und Gewürze unsere Gerichte schmackhaft machen, sie beeinflussen auch zahlreiche biologische Abläufe in unserem Organismus. Die in Kräutern enthaltenen Öle, Vitamine und Spurenelemente sowie Mineralstoffe wirken sich positiv auf unseren Körper aus:

  • Basilikum: appetitanregend und begünstigt die Verdauung, auch bei Halsentzündungen und schlecht heilenden Wunden kommt Basilikum zum Einsatz
  • Dill: beruhigend, magenstärkend, blähungslindernd und verdauungsfördernd; zudem regt Dill die Milchsekretion bei stillenden Müttern an
  • Estragon: harntreibend, krampflösend und verdauungsfördernd
  • Kerbel: blutreinigend, aber auch gegen Bronchitis, Quetschungen und Augenentzündungen
  • Liebstöckel: wassertreibend, appetitanregend, verdauungsfördernd, außerdem wirksam gegen Rheuma, Gicht, Husten und Blasen- / Nierenleiden.
  • Lorbeer: appetitanregend, zudem gegen Rheuma, Muskelschmerzen, Zerrungen und Hautausschläge
  • Majoran: gegen Magen-, Darm-, und Gallebeschwerden, bei Verdauungsschwäche, Appetitlosigkeit, Blähungen und Durchfall
  • Melisse: bei Erkältungen, Einschlafstörungen, nervösen Magen- und Darmbeschwerden, leichten Herzbeschwerden und Migräne
  • Oregano: appetitanregend und verdauungsfördernd, aber auch gegen Bronchialkatarrhe, Husten, Hals- und Zahnfleischentzündungen und Galle-, Magen-, oder Darmbeschwerden
  • Petersilie: wassertreibend, entzündungshemmend und gegen Menstruationsstörungen
  • Pfefferminze: gegen Magen-Darmbeschwerden, Übelkeit, Brechreiz sowie Leber- und Gallenstörungen
  • Rosmarin: verdauungsfördernd und gegen nervöse Erschöpfung und allgemeinen Schwächezuständen, äußerlich gegen Gicht, Rheuma und Durchblutungsstörungen
  • Salbei: schweiß- und entzündungshemmend, verdauungsfördernd und gegen Durchfall sowie bei Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut
  • Schnittlauch: appetitanregend, verdauungsfördernd und harntreibend
  • Thymian: gegen Blähungen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden und gegen Halsweh und Heiserkeit

Gewürzkräuter richtig konservieren

Eine Konservierung ist immer, selbst bei der schonendsten Behandlung, mit Verlusten von Inhaltsstoffen verbunden. Daher sollten Kräuter wenn möglich frisch verwendet und möglichst bald nach der Ernte oder dem Kauf konserviert werden. Dazu haben Sie drei Möglichkeiten:

  • Trocknen im luftigen Schatten
  • Einfrieren: dabei gehen die wenigsten Inhaltsstoffe verloren
  • Einlegen in geschmacksneutrales Öl

Rezepttipp: Kräuteröl

Versuchen Sie sich in der Herstellung Ihres eigenen Kräuteröls, das macht Spaß, ist gesund und Sie wissen genau, was Sie zu sich nehmen!

Zutaten:

Würzkräuter (frei wählbar)
Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Olivenöl)

Zubereitung:

Waschen Sie die gewählten Würzkräuter vorsichtig, tupfen Sie sie anschließend trocken und geben Sie die Kräuter in eine saubere Flasche. Übergießen Sie das Ganze mit dem Pflanzenöl und verschließen Sie das Gefäß.

Lassen Sie die Kräuter 2-3 Wochen im Öl ziehen, in dieser Zeit können sie Ihre Aromen verbreiten. Anschließend sieben Sie die Kräuter aus dem Öl und lagern dieses in einer sauberen, trockenen und dunklen Flasche an einem ebenso dunklen Ort, so bleiben die lichtempfindlichen Vitamine erhalten.

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