Chronischer Schmerz – Ursachen und Therapieansätze

Chronische Schmerzen in unterschiedlichen Bereichen sind kein Einzelfall, in Österreich leiden ca. 1,5 Millionen Menschen über 16 Jahren an chronischem Schmerz. Eine Kombination aus Medizin, Psychologie und Physiotherapie geht den Ursachen auf den Grund.

Rückenleiden am häufigsten, dicht gefolgt von Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen

Insbesondere Beschwerden im Bereich des Rückens haben sich zu einem Massenphänomen entwickelt und betreffen immer mehr Menschen. Laut einer repräsentativen Erhebung am Wiener Orthopädischen Spital Speising aus dem Jahr 2005 leiden sogar rund 40% der befragten Personen über 15 Jahren an Rückenbeschwerden. Insbesondere durch überwiegend sitzende Tätigkeiten im Beruf wird diese Rate voraussichtlich noch weiter ansteigen.

Akuter oder chronischer Schmerz?

Bei der Anamnese durch den Arzt erfolgt eine Einteilung des Schmerzes je nach bisheriger Dauer der Beschwerden in

  • akut
  • wiederkehrend
  • chronisch

Chronische Schmerzen beeinflussen auch die psychische Situation

Chronische Schmerzen sind nicht unbedingt psychologisch bedingt, dies trifft nur auf rund 20-30% der Fälle zu. Allerdings können sich chronische Schmerzen durch psychologische Faktoren wie Angst, Depressionen bzw. depressive Verstimmung weiter verstärken. Ebenfalls großen Einfluss auf die Entstehung von psychologisch bedingten chronischen Schmerzen hat das generelle persönliche Stressbewältigungsverhalten.

Schwierig ist, dass sich Schmerz kaum in Skalen messen lässt, da die Schmerzwahrnehmung etwas zutiefst individuelles ist. Zusätzlich beeinflusst wird das persönliche Schmerzempfinden durch psychische Belastungen. Durch den Schmerz auftretende Belastungen können zu Angst-, Schlafstörungen und Depressivität führen.

Schmerz-Abklärung und Schmerz-Therapie

Im Bereich der Rückenschmerzen gibt es nur bei rund 20% der Patienten einen eindeutigen, körperlichen Befund, die weiteren Fälle bedürfen weiteren diagnostischen Möglichkeiten, wie etwa der Holopathie oder der Untersuchung mittels Dunkelfeldmikroskopie.

Mit Hilfe von Physiotherapeuten lernen Patienten, sich wieder richtig zu Bewegen und Schonhaltungen – die in der Folge zu weiteren Belastungen führen können – zu vermeiden. Das dadurch neu gewonnene Körpergefühl ermöglicht in vielen Fällen eine Besserung der Beschwerden. Grundlage dafür ist immer der Befund, wodurch zu Beginn der Behandlung geklärt wird, wie es zu den Beschwerden gekommen ist.

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